steampunk fantasy
l3s3v3 - fsk 18+
est. 05/2022
fiktive welt: azhâron
01.06.'13 II.Z.A. Dalaran
the daily news
WELCOME WINTER!
Der Winter legt seinen stillen Zauber über das Land! Eine glitzernde Schneedecke hüllt Azhâron in friedvolle Ruhe, die Luft ist klar und kalt wie Kristall. In den frühen Morgenstunden steigen kleine Wolken aus jedem Atemzug auf, und die Dächer Dalarans tragen weiße Kronen. Die Märkte füllen sich nun mit warmem Gebäck, dampfenden Getränken und den leisen Gesprächen der Menschen, die näher zusammenrücken. Kinder lachen, wenn ihre Schritte frische Spuren im Schnee hinterlassen, und abends wird die Stadt von sanftem Laternenlicht durchzogen, das sich in vereisten Fenstern spiegelt. Der Winter bringt Erholung für müde Herzen, lädt dazu ein, innezuhalten und die Stille zwischen den Schneeflocken zu hören. Es ist die Zeit des Rückzugs, der warmen Feuerstellen und der Geschichten, die im Kerzenschein erzählt werden. Ein Winter voller Zauber liegt vor uns.
#1
The witch's prey - Freya & Valerian
05.07.2025 17:16
avatar

ZUGEHÖRIGKEIT
Nomade
ALTER
29
WESEN
Hexe/Hexer
KURZBESCHREIBUNG
June, auch bekannt als Valerian June Donnelly, ist ein charismatischer, vielschichtiger junger Mann. Mit einer athletischen Statur, dunkelbraunem Haar und grünblauen Augen fällt er auf. Seine Persönlichkeit ist facettenreich: charmant, intelligent, aber auch waghalsig und launisch. Er ist ein Tierfreund, ein rebellischer Geist, der sich in einer Welt voller Gewalt und Verrat behauptet. June ist ein Überlebender, der sich in Welt zurechtfindet und nach den Verlorenen Ausschau hält. Seine Vergangenheit ist von Melancholie und Rebellion geprägt, aber er hat auch eine starke spirituelle Seite, die ihm Halt gibt. WIP
AESTHETIC

1.156 ENTRIES

Nachts, Anfang Juni, 13. 2.Z.A. │ die alte Abtei │ @Freya Walsh

Die Juninacht lag schwer über der alten Abtei, als hätte sich die Dunkelheit selbst in den verfallenen Mauern eingenistet. Valerian June Donnelly stand im ehemaligen Kreuzgang, wo einst die Nonnen ihre stillen Gebete verrichtet hatten, und betrachtete die Schatten, die der schwache Mondschein durch die zerbrochenen Fenster warf. Der süßliche Geruch von Verfall hing in der Luft – nicht von Leichen, nein, die waren längst fort. Es war der Gestank einer Welt, die sich selbst aufgab. Seine Stiefel knirschten auf dem mit Schutt übersäten Steinboden, während er langsam durch den Gang wanderte. An der Wand lehnten noch immer die Überreste eines Habit, achtlos hingeworfen in der Panik des Aufbruchs. June streckte die Hand danach aus, doch kaum berührten seine Finger den Stoff, begann dieser zu zerfallen wie Asche im Wind. Dreizehn Jahre waren seit dem Ausbruch vergangen, und die Zeit nagte gnadenlos an allem, was zurückgelassen wurde.

„Sie sind alle geflohen …“, flüsterte eine Stimme neben ihm. June wandte nicht einmal den Kopf. Die junge Novizin, die dort stand – oder vielmehr das, was von ihr übrig war –, begleitete ihn bereits, seit er das Tor durchschritten hatte. Ihr durchscheinender Schleier wehte in einem Wind, den nur sie spüren konnte.

„Ja“, murmelte June und zündete sich eine Zigarette an. Das kleine Aufflackern des Feuerzeugs warf groteske Schatten an die Wände, ließ die Krallenspuren im alten Holz der Türen für einen Moment lebendig erscheinen. „Aber nicht alle haben es geschafft, nicht wahr?“

Die Novizin schwieg, doch ihr trauriger Blick sprach Bände. June folgte ihrer durchsichtigen Gestalt tiefer ins Innere der Abtei. Die Kapelle lag vor ihm, das schwere Holzportal halb aus den Angeln gerissen. Dahinter gähnte Dunkelheit wie ein hungriger Schlund. Er trat ein, und sofort umfing ihn eine Kälte, die nichts mit der Sommernacht zu tun hatte. Umgestürzte Kirchenbänke bildeten ein chaotisches Labyrinth. Gebetbücher lagen verstreut umher, ihre Seiten aufgequollen und unleserlich. An der Wand, wo einst ein Kreuz gehangen haben musste, klafften tiefe Furchen – als hätte sich etwas mit unmenschlicher Kraft daran festgekrallt. June ging in die Hocke und betrachtete die zerrissenen Stoffreste am Boden. Auch diese zerfielen bei der kleinsten Berührung zu Staub. Dreizehn Jahre, dachte er. Dreizehn Jahre, und die Welt verschlingt ihre eigene Geschichte.

„Warum bist du hier?“, fragte er die Novizin, die neben dem Altar erschienen war. Ihre Lippen bewegten sich, doch kein Laut drang hervor. Stattdessen deutete sie auf eine kleine Tür hinter dem Altar – die Sakristei. June erhob sich, warf die Zigarette fort und trat sie sorgfältig aus. Respekt vor den Toten, selbst in einer gottlosen Welt. Als er die Tür öffnete, schlug ihm ein Geruch entgegen, der selbst ihn zurückweichen ließ. Doch es war nicht der Tod, der hier lauerte. Es war etwas anderes. Etwas, das wartete.

Und June Donnelly war schon immer zu neugierig für sein eigenes Wohl gewesen.

Anmerkung: Episodentitel – Requiem for the Forsaken




“Don't think of it as dying”, said Death.
“Just think of it as leaving early to avoid the rush.”

Terry Pratchett, Good Omens:
The Nice and Accurate Prophecies of Agnes Nutter, Witch




Freya Walsh liebt es!
Freya Walsh nimmt dich mit auf ein Abenteuer
Freya Walsh schreibt dich auf die Liste
LAST EDIT: 30.08.2025 13:05 | nach oben springen

#2
The witch's prey - Freya & Valerian
30.08.2025 12:50
avatar

ZUGEHÖRIGKEIT
Clockwork Renegades
ALTER
19
WESEN
Hexe/Hexer
KURZBESCHREIBUNG
Auch wenn die Älteren das immer noch glauben. Ich sehe mich jedenfalls als Tüftlerin, angehende Mechanikerin und Daughter of Anarchy. Ich werde oft unterschätzt, aber hey, den Fehler solltest du nicht machen. Aber just habe ich erfahren: in meinen Adern fließt Hexenblut. Shit! Oder doch cool? Nee.
AESTHETIC

164 ENTRIES

Die Wunden brannten höllisch an meinen Füssen. Die Zikaden erstarben in ihrem höhnischen Geschrei. Ein Waldkäuzchen verstummte in ihrem Ruf.
»1 und 2 und 3, Geister kommt herbei! 4 und 5 und 6, jetzt rufen wir die Hex!«
Schwer atmend lehnte ich mich gegen das brüchige Gemäuer, das das alte Kloster im Mahlwerk des Verfalls umgab. »Halt deinen Mund...«, wisperte ich im ersterbenden Lichtes des fast vergessenen und noch immer verfluchten Tages. Ich spürte das trockene Moos an meiner Wange, das das herunter tropfende Blut nur zu gierig aufsaugte. Wie ein Verdurstender in der weiten Wüste. Dann begann sich die Welt um mich zu drehen. Wie in einem schlecht gewarteten Karussell. Ich öffnete die alte, braune Ledertasche, in deren Leder die Krallenspuren eine bewegte Geschichte erzählte. Mit zitternden Fingern holte ich eine kleine braune Flasche hervor und zog den Korken mit den Zähnen vom Flaschenhals. Ekelhaft bitter rann die Flüssigkeit meinen Hals herunter, gefolgt von einem höllischen Ziehen durch meinen Magen.
»Das hältst du nicht mehr lange durch. Ich kann dir helfen…«, flüsterte es heiß und doch so kalt wie der Tod in mein Ohr. Die schwarzen Schleier vor meinen Augen begannen sich zu lichten als ich mich bei den Schmerzen stöhnend zusammen krümmte.
»Verschwinde…«, krächzte ich kehlig. Doch ich erntete nur ein irres, kaltes Lachen.
Schwer atmend sackte ich mit dem Rücken gegen die Mauer und starrte auf den Weg, wo einst Trucks Waren lieferten. Heute hatte die Natur ihr Terrain zurück erobert und brach mit zahlreichen Pflanzen durch die Straße. »Los, aufstehen!«

Ich zog mich an den alten Mauersteinen hoch, stützte mich an einer alten Linde ab, deren Zweige tief bis in das Klostergelände hingen. Ich atmete tief durch und ging weiter.
Die alten Grabsteine des Friedhofs zogen an mir vorbei. Das letzte Tageslicht erlosch in meinem Rücken als ich die vor vielen Generationen erbaute heiligste Stätte des Klosters betrat.
Überall waren die Zeugnisse des einstigen Irrsinns zu sehen. Ich hielt kurz an einer Stelle, an der der Abdruck einer blutigen Hand wie zu einem langsam verblassendem Monument von Grausamkeit und Widernatürlichkeit zeugte. Und nur wegen einer Seuche. Einem Fluch. Ich ahnte, dass viele ihr Leben damals gelassen hatten. Nur um unheilig wieder aufzuerstehen mit dem Verlangen, die Überlebenden zu zerfleischen. Ich trat über umgestürzte Kirchenbänke hinweg und hob einen Anhänger auf, der von einem Hals gerissen war. Im Dämmerlicht konnte ich das Symbol der Göttin nur erahnen. Meine Finger folgten dem verschlungenem Metall ehe ich es abfällig mit der Zunge schnalzend wieder fallen ließ.
Ich schob mit den Zehenspitzen ein halb zerrissenes Gebetsbuch zur Seite und meinte, am Rand blutige Zahnabdrücke zu erkennen. Womöglich von einer Nonne, die sonst hochtrabende Reden hielt. Am Ende waren wir doch alle gleich, wenn uns die Seuche ereilte.

Entschlossen ließ ich den Kapellenraum hinter mir und trat in die Sakristei. Wie ein Peitschenhieb raste ein ganz anderer Schmerz durch meinen Körper. Meine Fußsohlen brannten als ob ich auf heißer Lavaerde lief. Egal, wie sehr die Kapelle vor Jahren entweiht worden war, hier war noch »Ich kann dir helfen, gib nach und alles ist vorbei.«
Ich schnaubte abfällig und sank in der Mitte der Sakristei auf meine Knie. Mein Blick schweifte kurz über einen eingetrockneten Leichnam, dessen faulig süßer Geruch des Verwesens noch unterschwellig hier fest hing. Die Priesterkleidung war wie eine starre Leichenmatte am eingefallenen Körper fest geklebt.

Rasch öffnete ich meine Tasche und zog einige Kerzen hervor. Schwarz wenn sie kalt waren und dunkelrot, wenn die Hitze der Flamme sie erwärmte. Ich stellte sie in einem festen Muster auf. Der Zündstein ließ Funken fliegen ehe die Kerzen die Dunkelheit der angefangenen Nacht vertrieben. Dann nahm ich eine Kupferschale heraus und einen silbernen Dolch. Ich presste kurz die Lippen aufeinander als ich einen Schnitt an meinem Handgelenk machte. Am Handballen reichte nicht, ich brauchte mehr Blut. Immer wieder sah ich auf ein altes Pergament, das neben mir ausgerollt war.
Die Augen der Vergangenheit stand ganz oben. Daneben ein dickes: Cave, unzuverlässig.

Das Blut floss tropfend in die Schale. Erst als sie halb voll war, griff ich nach dem Leinentuch, band es um mein Handgelenk und zog es mit den Zähnen fest zu, damit ich nicht noch mehr Blut verlor.
Auf allen vieren begann ich den Kreis aus Blut zu zeichnen. Dann den Drudenfuß. Ich merkte gar nicht, dass der Mond am Himmel aufgestiegen war und nun aschfahl in die Sakristei leuchtete. Langsam erhob ich mich zur Mitte des Ritualkreises. Immer wieder sah ich zu dem kleinen Altar der Sakristei, während ich die Worte leise singend zitierte, die ich von der Schriftrolle auswendig gelernt hatte. Ein leichter Schwefelgeruch stieg auf. Das Brennen an meiner Haut wurde immer schlimmer. Ich konnte leises, verzweifeltes Weinen hören. Das Schreien von fliehenden Menschen. Die Kerzen flackerten, als ob ein Windzug sie streiften. Der Schwefelgeruch wurde stärker, aber auch der Geruch von etwas, was man sonst nie mit der Nase vernahm. Verzweiflung, Angst, Trauer! Meine Stimme wurde immer brüchiger und ich merkte, ich würde es vielleicht nicht bis zur letzten Zeile schaffe.
» Voces praeteritorum, vultum vestrum ostendite. Velum temporis dissolvete.« Die letzten Worte krächzte ich mehr und sank auf meine Knie. Die Kerzen flackerten höher und ihr Wachs rann wie Blut auf den Stein. Ich öffnete meine Augen und sah zu der offenen Tür. Wie lange stand er da schon?
»Mach… die Tür zu, sonst…«, begann ich und sackte noch tiefer, stützte mich mit beiden Händen auf dem Boden ab. Die zerrissene Kleidung aus dunklen Stoffen, die strähnigen Haare, die um meinem Kopf wild herabfielen, blaue Flecken an den Armen und im Gesicht, aber auch die blutigen Fußsohlen machten es sicherlich noch schauriger mit dem blutroten Ritualkreis um mich herum.
Doch ich spürte unter meinen Fingern, es war etwas erwacht…



@Valerian June Donnelly




nach oben springen


who's now online?
1 Resident & 4 Nomads sind gerade unterwegs
Azharon?
what's new in
Damon Pierce → "INSANE IS SUCH A MEAN WORD . . ."
Oh, und ob sie das wollen würde, da war er sich ganz sicher! Nicht mehr oft traf man im Leben auf Menschen mit denen man sich so herrlich amüsieren konnte! Und noch dazu: sah er nicht hinreißend aus?

Thomas Payne → "WE'RE THE BEST THING I COULD NEVER . . ."
Wenn Thomas zurück dachte dann hatten sie schon einige Hürden überwunden und hinter sich gebracht. Sie waren Neidern begegnet, Leiten die es ihnen nicht gönnten und Miesmachern, aber sie hatten es ihnen allen gezeigt und das ohne große Anstrengung. Damon gehört zu ihm und das würde er immer tun.

Enzo Rodriguez"WE DIDN'T SEE THAT COMING . . ."
Doch als er das Schild einer Praxis entdeckte, hob er die Augenbraue und las es. "Praxis Daylily... klingt nach einem zuckersüßen Märchen..." sollte dies ein Witz sein oder gab es hier wirklich jemanden der sich auch um Anderswesen kümmerte.

Abel Payne → "HELLO MR. AND MRS. DONNELLY . . ."
Es war, als hätte ihn das Schicksal verspotten wollen, das Opfer eines Sattelschleppers in dritter Generation zu werden.

Valerian June Donnelly"GETTING TO KNOW SOMEONE IS . . ."
Ach du Heilige, sein Herz hatte, gefühlt vor Schreck, einen Schlag ausgesetzt, hatte er nicht damit gerechnet so überrascht zu werden. Man sollte diesen Typen ein Glöckchen um den Hals binden! Nebenbei könnte man ihm auch gleich ein Hemd besorgen.

Enzo Rodriguez → "WE DIDN'T SEE THAT COMING . . ."
Enzo fluchte und knurrte, doch als die junge Frau auf ihn zukam und ihn mit ihren Worten zum grinsen brachte. "Ja da hat es jemand gut mit mir gemeint und war sehr präzise..." raunte er schnaufend und verzog schmerzvoll das Gesicht. [...] Enzo zog sich das Oberteil aus und warf es achtlos auf den Boden, bevor er sie ansah. "Wie wollen sie mich haben, Doc?"
Zitate aus: Was mir nicht mehr aus dem Kopf geht... [ Alle Zitate ]
4

residents
316

nomads
974

files
96282

dues
anything else
sisters
Das ILLUMINAE existiert bereits seit dem 05.05.2022. Für Design wie auch Technik in diesem Board ist hauptsächlich DAMON PIERCE zuständig; einige Codes stammen jedoch auch aus den Federn ehemaliger Mitglieder oder Usern von SG.
Nähere Informationen dazu in unseren ausführlichen CREDITS.
Am Besten lässt sich das Board mit OPERA, GOOGLE CHROME, MICROSOFT EDGE oder MOZILLA FIREFOX bestaunen.
Dieses Forum dient keinem kommerziellen oder finanziellen Zweck & ist einzig und allein als Hobby zu verstehen. Bilder, die hier Anwendung finden, nutzen wir lediglich um unsere Vorstellung bildlich darstellen zu können. Wir besitzen weder die Rechte an diesen Bildern, noch nutzen wir diese für kommerzielle Zwecke.
Die Texte sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, von den Usern und unserem Team verfasst worden und sind reine Erfindung. Ähnlichkeiten zu bestehenden literarischen Werken und/oder Leinwand-Material schließen wir nicht völlig aus.
Sämtliche Inhalte, also alle im Forum veröffentlichten Texte, unterstehen dem geistigen Eigentum des jeweiligen Autors. Es wird keine Haftung seitens der Foren-Leitung dafür übernommen! Bei FRAGEN & PROBLEMEN trete bitte mit dem Team in Verbindung.
Einen näheren Einblick was wann wo und wie entstanden ist, findet sich zum Beispiel hier: Klick!

DATENSCHUTZERKLÄRUNG



Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen