Dankeschön Freya fürs Kümmern!
Hab hier Mal was zusammengestellt, wie ich mir meine Idee der Dschinn vorstellen - vielleicht kann man mir da eher sagen ob sie so möglich sind oder nicht 
Dschinn gehören zu den ältesten Wesen der Welt, keiner weiß so genau wann sie entstanden sind - und heutzutage kann man nur erahnen wie. Sie formten sich aus roher Kraftlinien-, Seelen- und Zeitmagie, durchdrungen von der wohl stärksten Kraft, die die Welt kennt: reiner Emotion. Sie sind keine Dämonen, keine richtigen Geister und keine Engel. Sie sind Naturgesetze in Gestalt, geboren um die Sehnsüchte der Wesen zu erfüllen und dennoch die Balance zu halten. Geschaffen nicht durch einen Willen, sondern durch die starken Wünsche und Sehnsüchte humanoider Wesen. Kann man es vielleicht auch sowas wie ein Wunder nennen?
In ihrer körperlichen Form erscheinen Dschinn meist in einer menschlichen Form, die sie sich aussuchen und verändern können, wenn sie wollen. Sie sind an ein individuelles, magisches Objekt gebunden, in dem Inneren ihr eigenes Reich versteckt liegt. Nur wenn sie es möchten, kann ein anderes Wesen es betreten. Das Objekt ist auch das, was die Wünschenden finden und benutzen müssen, damit der Dschinn erscheint. Ihr Blut sieht aus wie flüssiges Licht - und besteht aus dem sogenannten Wunschfeuer, durch das sie ihre Magie schöpfen, was sie quasi am Leben hält. In ihrer “Essenzform” lösen sie sich in Lichtfäden, goldenen Rauch und Funken auf, reine Energie, die sich durch Raum und Zeit bewegt.
Dschinn können sich fortpflanzen, sowohl untereinander als auch mit bestimmten magischen Wesen - dass das Kind ein Dschinn wird, ist jedoch verschwindend gering außerhalb ihrer eigenen Art. Halb-Dschinn entstehen in Verbindung mit Menschen. Ihre Nachkommen erben abgeschwächte Formen des Wunschfeuers, Seelenmagie und eine natürliche Empfindlichkeit für Zeit und Schicksal. Anders als viele magische Wesen benötigen Dschinn weder Nahrung, Wasser sowie Schlaf und müssen nicht atmen. Sie leben von emotionaler Energie und der Macht, die sie durch Wunscherfüllung freisetzen. Ruhe finden sie nur in ihrem Reich, einem Ort, der so eng mit ihnen verbunden ist, dass er sich in jeder Stimmung ein wenig verändert.
Die Magie der Dschinn ist vielfältig und mächtig, aber nicht allmächtig. Sie beherrschen Illusionen, Teleportation, Elementarmagie, Verzerrung von Zeit und Raum, als auch natürlich ihre Wunschmagie. Besonders gefürchtet ist ihre Zeitmagie: Dschinn können die Zeit anhalten, verlangsamen, beschleunigen oder wenige Sekunden zurückspringen. Bemerken tut es aber nur der ausführende Dschinn selbst. Außer er möchte, dass ausgewählte es mitbekommen. Durch Wünsche können sie sogar in die Vergangenheit reisen — doch niemals die Zukunft, denn diese existiert nicht als feste Linie. Ihre Wahrnehmung ist stärker als die von manch anderen Wesen: Sie erkennen Seelen über Wiedergeburten hinweg, spüren Auren, lesen Emotionen und durchschauen jede Lüge, auch wenn sie selbst nicht lügen können.
Jeder Mensch hat drei Wünsche, die freiwillig ausgesprochen werden müssen und niemals rückgängig gemacht werden können - außer durch einen anderen Wunsch. Jeder Wunsch hat einen Preis, denn die Magie folgt der Balance, nicht der Moral. Je tugendhafter ein Wunsch, desto größer die Konsequenz - in die andere Richtung gilt natürlich das Gleiche. Wer stirbt, bevor der dritte Wunsch ausgesprochen ist, wird ohne Erinnerung an sein vorheriges Leben wiedergeboren - so oft, bis der letzte Wunsch erfüllt ist und nichtmagische Wesen ihre Erinnerung an den Dschinn verlieren, damit seine Existenz für sie verborgen bleibt. Die Erinnerungen der Seele werden versiegelt, nicht gelöscht und können durch Magie, Emotion oder Schicksal wieder freigesetzt werden. Ein Dschinn weiß nichts von dieser Regel, bis er ihr begegnet. Er kann sich selbst keine Wünsche erfüllen, Tote nicht zurückholen, die Zukunft nicht betreten und den freien Willen nicht brechen.
Die Konsequenzen der Wünsche sind vielfältig und oft grausam. Ein gerettetes Leben fordert ein anderes, Unsterblichkeit verlangt viele Opfer, geheilte Krankheiten wandern weiter. Machtwünsche kosten Erinnerungen oder Empathie, Zeitwünsche reißen Zeitlinien auf, Herzenswünsche verlangen Opfer. Wissenswünsche führen beispielsweise in den Wahnsinn, Schutzwünsche verschieben Gefahr und löschen sie nicht aus, materielle Wünsche zerstören Vertrauen oder Besitz. Die Magie nimmt immer, was sie geben musste oder wandelt im späteren Verlauf das Gute ins Schlechte um. Nur selten hat es abgemilderte Konsequenzen.
Doch es gibt auch Wünsche, die der Dschinn nicht erfüllen kann - selbst wenn der Wünschende sie ausspricht, vergeudet er damit nur einen dieser drei:
Kein Dschinn kann sich selbst Wünsche erfüllen, denn das Wunschfeuer erkennt nur den Willen eines anderen. Kein Wunsch kann die Zukunft betreten oder verändern, denn die Zukunft existiert nicht als feste Linie. Kein Wunsch kann Tote zurückholen, denn der Tod ist ein Punkt außerhalb der Balance, den selbst die Dschinn nicht berühren dürfen. Und kein Wunsch kann den freien Willen eines anderen brechen.
Unter den Dschinn gibt es jene, die gefallen sind. Ein Gefallener ist ein Dschinn, dessen Essenz zerbrochen oder gestört ist, meist durch Liebe, Verlust oder Selbstzerstörung. Manche fallen, weil sie ihr Objekt zerstören, andere, weil sie eine Bindung verlieren, die stärker war als ihre Existenz.
Gefallene erkennt man an rissigen Auren, flackernder Magie, verzögerten Schatten, instabilen Echos und Reichen, die genauso fragmentiert sind, wie sie selbst. Sie sind mächtiger als normale Dschinn, weil ihre Magie keine Filter mehr hat - nichts, was diese abfedert - , aber auch instabiler und emotional verletzlicher. Sie erkennen Seelen über Jahrhunderte hinweg - besonders jene, die sie geliebt haben.
Ein Dschinn kann verletzt und getötet werden - wenn auch letzteres nur sehr schwer. Normale Waffen schwächen ihn, lassen ihn Wunschfeuer bluten und können ihn bewusstlos machen - doch sie zerstören seine Essenz nicht. Magische Waffen wirken stärker, brechen Illusionen, stören Zeitmagie und verletzen sein Echo - ein magischer Begleiter, den er aus einem Teil von sich selbst erschaffen hat. Drei Materialien sind besonders gefährlich: Eisen verbrennt ihn und lässt ihn Schmerzen erleiden, Salz neutralisiert seine Magie, sodass er beispielsweise in einem Kreis aus Salz nicht zaubern kann und Obsidian bindet ihn, sodass er sich nicht bewegen kann, wenn es ihn berührt. Doch selbst diese können ihn nicht endgültig vernichten. Wird sein Objekt beschädigt, kann seine Magie brechen, sein Reich kollabieren oder sein Echo sterben — aber auch das ist nicht endgültig, weil er es aus seiner Magie wiederbeleben kann, sollte der Dschinn nicht zu geschwächt sein.
Es gibt nur drei Wege, einen Dschinn endgültig zu töten. Der erste ist der Riss des Wunschfeuers: Wenn ein Dschinn sein Objekt freiwillig zerstört und emotional vollständig zerbricht, erlischt seine Essenz. Nur durch ein uraltes Ritual kann man seine Essenz nochmal auffangen und ihn an ein neues Gefäß binden - solange dies in binnen weniger Stunden passiert.
Der zweite Weg ist das Ritual der Drei Schatten, ein verbotenes Hexenritual, das drei Hexen erfordert und einen hohen Preis fordert: eine stirbt, eine verliert ihre Magie, eine ihre Seele. Der dritte Weg ist die Zeitkorrosion, ein kosmischer Unfall, der entsteht, wenn ein Dschinn eine ganze Zeitlinie zerstört oder versucht, die Zukunft zu betreten. Dann stirbt zuerst sein Echo, sein Reich kollabiert und seine Essenz löst sich auf.
Das Reich eines Dschinns ist ein Spiegel seiner Seele — formbar, zeitlos, reagierend auf jede Emotion. Gefallene haben beschädigte Reiche, voller Risse. Ihre Signaturmagie ist unverkennbar: goldener Rauch, Lichtfäden, Funken, Schattenverzerrungen und ein leises Flüstern, das ihre Zauber begleitet - je nach Dschinn kann das Aussehen der Magie variieren, wie beispielsweise die Farbe des Rauchs.
Im Kampf sind Dschinn unberechenbar. Sie teleportieren, erschaffen Illusionsdoppelgänger, manipulieren Raum und Zeit, formen Barrieren und Elemente. In ihrem Reich (also im Inneren ihres magisches Gegenstands) sind sie nahezu gottgleich, weil sie ihre eigenen Regeln erschaffen - sind dort gleichzeitig aber am verwundbarsten. Doch ihre größte Stärke ist zugleich ihre größte Schwäche: ihre Emotionen. Liebe macht sie mächtig, Verlust macht sie gefährlich und Bindung macht sie verletzlich.